Deutsch

Die Ausgangsschrift für unsere Schulanfänger ist zunächst die Druckschrift. Die Schüler und Schülerinnen lesen und schreiben in Druckbuchstaben, weil diese in der Umwelt der Kinder überall vorkommen und die Druckschrift zunächst leichter zu erlernen ist als eine verbundene Schreibschrift.
Wenn die Kinder in der Druckschrift schreiben können, erlernen sie seit dem Einschulungsjahr 2014/15 die Schulausgangsschrift als Schreibschrift. Der Übergang zu dieser verbundenen Schrift fällt besonders leicht, da viele Buchstaben aus denen der Druckschrift durch Hinzufügen von Verbindungs Auf- und Abschwüngen abgeleitet werden.
Von Beginn an werden die Kinder mit Hilfe der Anlauttabelle motiviert, mit allen Buchstaben umzugehen, erste Wörter zu schreiben, nach und nach eigene kleine Texte zu entwickeln.
Durch die Anlautmethode kommt es sehr schnell zu Erfolgserlebnissen beim freien Schreiben. Die Kinder lernen, aus Situationen heraus Schreibanlässe zu finden, etwas zur Erinnerung festzuhalten, eigene Texte zu erfinden, gelungene Texte zu erkennen und diese auch zu überarbeiten.Im 1. und 2. Schuljahr arbeiten wir mit dem Lehrwerk „Tinto“ – in Klasse 1 mit den blauen Büchern, in Klasse 2 mit den grünen. Dieses moderne Werk besteht aus vielfältigen Materialien, die offene Unterrichtssituationen und eine individuelle Lernentwicklung fördern. Unsere Kinder sollen „das Lernen“ lernen.
In den 3. und 4. Jahrgängen arbeiten wir ebenfalls mit Materialien der Tinto-Reihe sowie ergänzenden Inhalten anderer Lehrwerke.
Diese werden ergänzt durch die passenden Sachunterrichtsbücher und bieten eine Verknüpfung der Fächer Deutsch und Sachunterricht. In den Klassen nutzen wir zusätzlich ein Wörterbuch, damit die Kinder nachschlagen und ggf. ihre Rechtschreibleistung selbstständig überprüfen und verbessern können.

Rechtschreibung und erste grammatische Regeln kommen im Deutschunterricht nicht zu kurz: Vielfältiges Übungsmaterial wie Lernkarteien, etc. steht den Kindern dafür zur Verfügung. Leistungsüberprüfungen finden in differenzierter Form statt. Seit dem Schuljahr 2009/ 2010 verzichten wir – den neuen Richtlinien und Lehrplänen für das Fach Deutsch entsprechend – auf Diktate. Die Leistungsbeurteilung im Fach Rechtschreiben geschieht durch gezielte Lernstandserhebungen mit anschließender Fehleranalyse und entsprechenden Hilfen. Die Jahrgangsstufenkonferenzen beraten darüber, einheitliche Kriterien zur Leistungsbewertung festzulegen, bei denen die Mädchen und Jungen ermutigt und gefördert werden. Die Entwicklung der korrekten Rechtschreibung ist uns sehr wichtig- sie begleitet die Mädchen und Jungen schließlich durch das gesamte Leben.

Ganz besonderen Wert legen wir auch darauf, die Kinder möglichst früh an Bücher, an Literatur heranzuführen. Deshalb bieten wir den Mädchen und Jungen bereits ab Klasse 1 „Antolin“ an. Die Kinder lesen ein Buch aus der „Antolin – Kiste“, bekommen ein eigenes Passwort und dürfen im Internet Punkte sammeln, indem sie Fragen zu diesem Buch korrekt beantworten. Dadurch wird für viele Kinder der Weg für das spätere Bücherlesen bereitet.
Selbstverständlich gehört ein Gang in unsere Stadtteilbibliothek dazu. Wir werden dort betreut, in die Organisation der Bücherei eingeführt, und stellen fest, dass auch dort zahlreiche Bücher mit „Antolin“ verknüpft sind. Die Auswahl interessanter Literatur ist also nicht nur auf die Schule beschränkt- sie setzt sich in den außerschulischen Bereich fort.
In Leseecken in unseren Klassenzimmern, mit der tatkräftigen Hilfe von „Lesemüttern“, in Vorlese- und Lesestunden, vielleicht sogar Lesenächten, hoffen wir, die Schüler und Schülerinnen von Büchern zu faszinieren, sie zu entführen in eine Abenteuer-, Traum- oder Fantasiewelt. Unsere besonderen „Leseratten“ können sich im 4. Schuljahr an unserem Lesewettbewerb beteiligen, eine zusätzliche Motivation und Lese-Herausforderung. In der Bibliothek treten die besten Leser der Stadtteilschulen gegeneinander an. Der Sieger/ die Siegerin qualifiziert sich damit für den großen Lesewettbewerb in der Stadt- und Landesbibliothek in der Dortmunder Innenstadt.

In Erlebniserzählungen und Diskussionen zu bestimmten Themen im Erzähl- oder Morgenkreis lernen die Kinder, sich sprachlich zu verständigen, auf andere zu hören, beim Thema zu bleiben, die eigene Meinung deutlich zu machen, Konflikte zu besprechen und evtl. zu lösen und vieles mehr: Ein ewig wichtiger Teil des Fachs Deutsch. Gemeinsam mit der schriftlichen Ausdrucksfähigkeit bekommen die Kinder eine Zensur für den sogenannten „Sprachgebrauch“.

Die Leistungsbewertung im Lesen wird kontinuierlich vorgenommen, nicht nur der Lesevortrag, sondern vornehmlich das sinnerfassende Lesen wird durch zahlreiche Überprüfungen in den jeweiligen Unterrichtssituationen bewertet. Im Vordergrund jeglicher Bewertung steht immer die individuelle Entwicklung, der individuelle Fortschritt des jeweiligen Kindes.

Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass das Fach Deutsch sich in mehrere Einzelbereiche aufgliedert. Auf den Zeugnissen stehen unter der Gesamtnote “ Deutsch“ weitere Zensuren für „Sprachgebrauch“, „Rechtschreiben“ und „Lesen“.
Wir versuchen das Bestmögliche, um jedem einzelnen Kind – unabhängig von der Herkunft, unabhängig davon, ob Junge oder Mädchen, etc., jeden Bereich so zu vermitteln, dass die Freude am Umgang mit Sprache geweckt und gefördert wird. So wollen wir allen Kindern im Sinne einer ermutigenden Erziehung, unter Berücksichtigung des Gender – Leitgedankens, ein erfolgreiches Lernen an unserer Schule ermöglichen.