Kinder

Den z.Z. etwa 240 Kindern unserer 10 Klassen wollen wir an unserer Schule einen guten Unterricht bieten, der individuelle Bedürfnisse und Lernausgangslagen berücksichtigt und das einzelne Kind sowohl fördert als auch herausfordert. Dies soll am Beispiel der Innovationen des Schuljahres 2014/15 in der Schuleingangsstufe, hier beginnend mit dem neuen ersten Schuljahr, dargestellt werden (viele Elemente werden aber auch bereits analog in den höheren Schuljahren praktiziert):

  • Vor dem Fördern und Fordern steht eine ausführliche Bestandsaufnahme. In einer ausführlichen Schuleingangsdiagnostik wurden Stärken und Förderbereiche der Kinder mit wissenschaftlich abgesicherten Methoden identifiziert und Konsequenzen daraus abgeleitet.
  • Neben der individuellen Förderung erfolgt in alle Klassen derEinsatz modernster Medientechnologie. Alle Klassen sind mit Computern ausgestattet, dazu gibt es einen PC-Raum. Der Softwareeinsatz ist eng mit dem Curriculum der Jahrgänge und den individuellen Lerninhalten der einzelnen Kinder verzahnt.
  • Das Eingangsklassenteam besteht aus zwei Klassenlehrerinnen, aufgestockt durch zusätzliche Personalressourcen: Eine weitere Lehrerin im Team-Teaching, eine „GU“-Lehrerin, also eine, die qualifiziert ist, Kinder mit besonderem sonderpädagogischen Förderbedarf zu unterstützen, und der Schulleiter als Team-Teacher und Innovationsberater komplettieren das Team.
  • Dieses „Eingangsteam“ kann auch als Beispiel für unsere pädagogische Teamkultur gelten: Lehrkräfte arbeiten nicht mehr alleine jahrgangsparallel, sondern kooperieren im Jahrgang, und das nicht nur punktuell, sondern in systematisch organisierten Formen – das Eingangsteam trifft sich wöchentlich zu einer gemeinsamen Sitzung und reflektiert, plant und dokumentiert gemeinsam Unterrichtsinhalte.
  • Mit dem Schujahr 2014/15 wurde dazu passend ein neues, modernes Mathematik-Lehrwerk eingeführt („Das Zahlenbuch“, Klett Verlag), das optimal auf den individualisierteren und differenzierteren Unterricht eingeht: Neben dem Basislehrgang für alle Kinder (gemeinsames, entdeckendes und interaktives Lernen bleibt hier ein wichtiger Entwicklungsmotor gegenüber anderen Lehrwerken) erfolgen differenzierende Angebote zum Teil durch die in diesem Lehrwerk verstärkt vorhandenen offeneren und in sich differenzierten Angebote, in denen die Kinder neben erlangten Rechenfertigkeiten auch prozessbezogene Kompetenzen wie Problemlösen, Argumentieren, Darstellen und Begründen erlernen können. Darüber hinaus wird das Lehrwerk ergänzt durch die Zusatzmaterialien „Verstehen und Trainieren“ (Zusatzfördermaterial für langsamer lernende Kinder) und „Probieren und Kombinieren“ (Zusatzmaterial für die besonders Lernhungrigen).
  • Flankiert wird die Einführung dieses neuen Lehrwerkes durch eine breite, aber auch inhaltlich begründete Auswahl aus der Methodenvielfalt modernen Unterrichtes, wie Tages- und Wochenplanarbeit, Freiarbeit, in wechselnden Sozialformen und Teillerngruppen, nicht nur im Fach Mathematik, sondern beispielsweise ebenfalls im Fach Deutsch, in dem der Schriftspracherwerb nach einem ebenfalls offenen und individualiserten Konzept (Lehrwerk: Tinto) erfolgt. Im Bereich der Rechtschreibung arbeiten wir sehr strukturiert nach einem modernen, wissenschaftlich fundierten schuleintheitlichen Konzept.
  • Letztlich stellen die genannten Beispiele auch unseren Weg der Schulentwicklung dar, indem wir versuchen, die wenigen weniger positiven Aspekte in der Rückmeldung aus der letzten Qualitätsanalyse aufzugreifen und hier den Hebel anzusetzen: In einer gemeinsamen pädagogischen Teamkultur wird ein gemeinsames schulinternes Curriculum aufgegriffen, evaluiert und weiterentwickelt – gleichsam eine berufliche Weiterqualifizierung der beteiligten Lehrkräfte, von der Kinder unserer Schule auch nachhaltig profitieren können, etwa indem hier ausgebildete „Expertinnen“ für die Eingangsstufe mehrere Schuljahre lang in ihr verbleiben und mit den kommenden Klassenlehrerinnen und -lehrern bereits erlangte Erfahrungen teilen. Dabei verlässt sich die Schule nicht nur auf eigenes Expertenwissen, sondern arbeitet zum Beispiel mit dem neu gegründeten „Förderzentrum Mathematik“ des Institutes für Entwicklung und Erforschung des Mathematikunterrichts der Technischen Universität Dortmund auch konzeptionell zusammen.